Winterpause

Der Museumsfriedhof und der Museumsladen sind
ab Samstag den 23.12.2023 bis voraussichtlich Anfang Mai 2024
wegen Winterpause geschlossen.

Wir geben Ihnen auf unserer Homepage rechtzeitig bekannt,
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Wir bitten um Verständnis.

Monumentaler Totentanz der Gegenwart

„Das Letzte“ gilt als größter moderner „Danse macabre“ der Gegenwart

 

Wenn es nach dem Präsidenten der Europäischen Totentanzvereinigung, Siegmund Kogler aus Metnitz geht, dann ist der am Museumsfriedhof in Kramsach enthüllte Totentanzzyklus mit dem Titel „Das Letzte“ der weltweit monumentalste seiner Art. Kogler verweist dabei, dass die Totentänze bereits im Spätmittelalter entstanden sind. Ausgehend von Frankreich wollte man nämlich den Menschen – egal welchen Standes – in Text und Bild ihre Vergänglichkeit zeigen. Trotzdem seien „Leute, die sich intensiv mit dem Tod beschäftigen, heitere Menschen“, meinte Kogler bei der Enthüllung des neuen Totentanzes in Kramsach, indem er den Gründer der Totentanzvereinigung, Karl Josef Steininger aus Dachau zitierte.

 

Auf Anregung von Sagzahnschmied Hans Guggenberger hat Bildhauer Markus Thurner aus Maurach am Achensee zehn moderne Totentanztafeln geschaffen, die durch zwölf Schemen unterbrochen werden. Diese Gesichter sind die entfesselte Physiognomie. Sie machen den Text sichtbar, der ein unabwendbares Schicksal der Menschheit unserer Zeit prophezeit. Wie in Dantes Göttlicher Komödie scheinen auch hier die Peiniger gepeinigt von ihren eigenen Taten. Thurner: „Der Tod kommt zum Tanz, der Tod beugt sich über einen Schlafenden, er erscheint  in erschreckender Weise, taucht heimtückisch aus dem Hintergrund auf und er greift nach dir – er greift nach jeden Einzelnen! Es ist ein MEMENTO MORI!“

 

Der Totentanz „Das Letzte“ ist 20 Meter lang und hat eine Fläche von 35 Quadratmetern. Er ist somit der weltweit monumentalste und modernste. Entworfen wurde er von Markus Thurner und anschließend mit den Mitarbeitern der Sagzahnschmiede Kramsach in Cortenstahl gefertigt. Der in Versen gefasste Text stammt vom bekannten deutschen Kabarettisten Wilfried Schmickler.

 

Mit dieser Totentanzdarstellung geht für Hans Guggenberger und Martin Reiter, Vorstände des Vereines Museumsfriedhof Tirol, ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Martin Reiter vom Verein Museumsfriedhof Tirol: „Unser Präsident Hans Guggenberger ist die treibende Kraft, die den Totentanz DAS LETZTE ermöglicht hat, denn er hatte immer schon den Wunsch nach einer zeitgemäßen Totentanzdarstellung, welche eine Überleitung vom Hier und Jetzt, hinüber in den kuriosen Museumsfriedhof, mit den lustig – bis ironischen Grabsprüchen unserer Vorfahren, bilden soll.“

 

Der Museumsfriedhof ist nun um eine weltweit einzigartige Sehenswürdigkeit reicher. An die 250.000 Besucher pro Jahr freuen sich über diese einzigartige Einrichtung.

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Von links: Martin Reiter, Markus Thurner, Siegmund Kogler und Hans Guggenberger.
Foto: Leitner
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Der Totentanzzyklus ist bei Nacht beleuchtet. „Ich – einer – meiner – mir – mich und jeder nur für sich!“ deutet auf die heutige „Geiz ist geil“-Mentalität der Menschen hin.
Foto: Martin Reiter
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Der Totentanzzyklus mit gotischer Grablaterne im Arkadenhof des Museumsfriedhofs Tirol.
Foto: Martin Reiter

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